Gen Norden

Nach unserem wundervollen Aufenthalt in Kapstadt haben Marny und ich uns auf den Rückweg gen Norden gemacht. Da wir nicht wieder drei Tage unterwegs sein wollten, haben wir uns für den direkten Weg nach Pretoria entschieden. Zweimal gute 700 Kilometer über die N1. Durch die glühenden Landschaften der Karoo. Ohne Air Conditioning. Und selbst bei offenen Fenstern blies der Wind nur noch wärmere Luft in unseren VW Chico (den kennt ihr ja inzwischen ;-))

Übernachtet haben wir in Hanover. Aber nicht, weil wir uns dort als Deutsche besser aufgehoben gefühlt hätten (ich meine, Hannover in Deutschland ist auch nicht gerade die aufregendste Stadt unter der Sonne). Vielmehr liegt Hanover ziemlich genau auf der Mitte des Weges von Kapstadt nach Johannesburg.

Unser Guesthouse hieß “Babadaud” und genauso skurril wie der Name war auch das gesamte Erlebnis. Aber auf eine positive Art und Weise. David, der Besitzer, ist ein sehr schillernder Charakter und er hat uns gut mit interessanten Anekdoten aus seinem bewegten Leben unterhalten. Sehr vorteilhaft war auch, dass es die günstigste Übernachtung unserer gesamten Südafrika-Reise war: R200 für zwei Personen im Doppelzimmer. Das war unschlagbar – mal abgesehen von unserer kostenlosen Unterkunft bei Shamus und Angela.

Leider mussten wir am Morgen der Weiterfahrt feststellen, dass unser Reifen platt war. Aber zum Glück gab es auf der anderen Seite des Highway direkt eine Werkstatt. Also haben wir flugs den Ersatzreifen draufgemacht und sind zu unseren Rettern gezuckelt. 15 Minuten später und R20 ärmer (das sind ca. €2,10) waren wir dann wieder on the road und der Reifen hat uns – so gut wie neu – den ganzen Weg nach Pretoria zurückgebracht.

Todmüde, besonders Marny und das Baby, sind wir dann auf unser Futon bei Shamus und Angela gefallen.
Und jetzt mal ehrlich: Man kann ja nicht 4000 Kilometer durch Südafrika fahren und nicht wenigstens einen Platten haben, oder?
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Letzter Blick auf die V&A Waterfront

Sunset in Camps Bay

Der platte Reifen mal wieder

Unsere Rettung: Die Werkstatt in Hanover


Ein Sandwich zur Stärkung während unserer Reise

Die unendlichen Weiten Afrikas

Unser Welcome Committee: vlnr: Shamus, ich, Marny, Carel, Angela

One Reply to “Gen Norden”

  1. Übrigens: Wenn ihr mal so richtig in Verschwörungstheorien graben wollt – so wie ich das manchmal zu meiner Unterhaltung mache – dann solltet ihr unbedingt mal mit David von Babadaud zu Abend essen. Da kommt man richtig ins Fantasieren !!!

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