Magischer Bus auf Stelzen

Magic Bus Could Ride Above U.S. Roads – Translogic.

Wow, das ist mal ein krass futuristisches Verkehrskonzept: Ein Bus “auf Stelzen”, unter dem die Autos auf der Straße drunter durch fahren können.

In vielen der engen deutschen Städte scheidet eine solche Lösung vermutlich aus. Aber als Konzept ist das wirklich mal was Neues. So langsam werden die Chinesen mir wirklich unheimlich. Einfach nachmachen ist nicht mehr…

Martenstein: “Lebt in vollen Zügen. Feiert. Lasst es krachen. Ignoriert alle Vorsorge- und Anlage-Angebote!” | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Martenstein: “Lebt in vollen Zügen. Feiert. Lasst es krachen. Ignoriert alle Vorsorge- und Anlage-Angebote!” | Gesellschaft | ZEIT ONLINE.

Los Leute: holt die Kopfkissen raus, investiert in Gold, kauft Konserven.

Martenstein schreibt in seiner Kolumne zwar sehr überspitzt, aber irgendwie ist es schon richtig, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die Auszahlungen später nicht mit irgendwelchen Sondersteuern belegt werden. Meine Generation wird auch eine der ersten sein, deren Renteneinkünfte voll (ja: zu 100%) versteuert werden. Das geht ja schon langsam los: Je später man in Rente geht, umso höher ist der Anteil der Einkünfte, der zu versteuern ist.

Aber irgendwie denkt man ja, das sei unausweichlich. Vielleicht zeigt Martenstein hier also eine valide und umsetzbare Gegenstrategie auf; besonders das Feiern ist natürlich verlockend 😉

Deutschland ohne Hebammen?

Auf dem Stillblog habe ich einen interessanten Artikel zum Thema Hebammen gefunden. Er beschreibt die Mechanismen, mit denen den Hebammen in Deutschland das Leben und Arbeiten immer schwerer gemacht wird.

Der Artikel verweist auch auf eine bald startende E-Petition, die ich unterstützenswert finde.

Grundsätzlich liegt mir das Thema Geburt und Hebamme sehr am Herzen, weil ich finde, das Hebammen ungeheuer wichtig für jede Gebärende sind und wir selber ja extrem positive Erfahrungen mit unserer Hebamme gemacht haben. Von Krankenhäusern hingegen habe ich schon die ein oder andere Horrorstory gehört.

Also: Lest den Artikel, bildet euch eure Meinung und unterstützt die Petition. Das fände ich toll…

http://www.still-blog.de/schwangerschaft/will-deutschland-eine-geburtshilfe-ohne-hebammen/

Und immer daran denken: Hebammen dürfen eine Geburt ohne einen Arzt durchführen. Ärzte aber nicht ohne Hebammen.

Hier ein kurzes Zitat aus dem Artikel

In diesem Jahr wird sich entscheiden, ob Frauen auch in Zukunft noch die Wahl haben, Geburtsort und Begleitung für sich optimal auszuwählen oder ob sie in einem der wichtigsten Momente ihres Lebens allein gelassen und Opfer einer hochtechnisierten, interventionsreichen, anonymen Geburtshilfe werden.

Großes Aufatmen: Kindergartenplatz gesichert

Wow, was waren das für Wochen. Seit wir von unseren beiden Wunschkindergärten die Absage für Leons Kindergartenplatz bekommen haben, hing bei uns die Fahne auf Halbmast. Ich war selten so niedergeschlagen und Marny war des öfteren den Tränen nah. Man wollte es sich nicht eingestehen, weil man ja weitermachen musste, aber jetzt, wo die Situation geklärt ist, erkennen wir doch, wie stark uns das getroffen hat.

Aber der Reihe nach:

Wir wollten Leon-Ferris gerne in einer integrativen Kindertagesstätte unterbringen, weil uns Toleranz gegenüber anderen Menschen und speziell auch behinderten Menschen sehr wichtig ist. Auch aufgrund Marny’s beruflichen Hintergrund als Heilerziehungspflegerin.

Wir haben Leon dann recht zeitig in zwei integrativen Einrichtungen angemeldet und in beiden Fällen versicherte man uns, dass es doch recht gut für das Jahr 2010 aussehen würde. Wie sich herausstellte, war das entweder extrem schlechte Planung oder eine schlichte Lüge. Ansonsten hätten wir die Suche und die Anmeldungen schon damals ausgedehnt. Im Nachhinein erfährt man dann von Eltern, die doch tatsächlich 12 (!) Anmeldungen in Kindergärten gemacht haben (und trotzdem keinen Platz bekommen haben).

Seit Ende Februar konnte man dann bei den Kindergärten anrufen und nachfragen, ob es denn mit dem Platz was wird. Dieses Jahr verzögerte sich das aber noch einmal, weil das Jugendamt erst noch klären musste, wie viele Plätze in den einzelnen Einrichtungen zur Verfügung stehen können und welches Budget jeder Kindergarten zur Verfügung hat.

Zwei Tage nach dem ersten Anruf konnten uns dann die Kindergärten Auskunft geben. In beiden Fällen war das ein Schlag in die Magengrube. Im ersten Fall gab es 10 Plätze zu verteilen, es gab 43 Bewerbungen und Leon war auf Platz 19 der Warteliste. Bei 10 Plätzen kann sich jeder die Wahrscheinlichkeit selber ausrechnen. Im zweiten Fall gab es noch nicht einmal eine Warteliste, weil nur Geschwisterkinder oder Kinder aus der eigenen Spielgruppe genommen werden konnten. Also Totalausfall.

Ab diesem Zeitpunkt ging dann die fieberhafte Suche nach anderen Kindergärten los und bei jedem Telefonat hörte man als erstes: “Also für dieses Jahr wird das aber definitiv nichts mehr”. Wir holten uns Rat von verschiedenen Stellen und besuchten trotz der schlechten Aussichten einen Kindergarten nach dem anderen. Das war auch sehr interessant, denn die Einrichtungen unterscheiden sich schon extrem. Bei manchen haben wir dann doch von einer Anmeldung abgesehen.

Das merkwürdig-grandiose Schlusskapitel setzte dann unserer Verzweiflung auf wunderbare Weise ein Ende. Nennt es Karma, nennt es eine Verschwörung des Universums zu unseren Gunsten, nennt es wie ihr wollt… Wir haben für Leon-Ferris nun einen Platz in einer integrativen Kindertagesstätte, mit der von uns gewünschten Betreuungszeit und auch noch in einer integrativen Gruppe! Und: es gab noch GENAU DIESEN EINEN PLATZ! Wenn das mal kein Zeichen des Schicksal war. Es war auch fast ein Wunder, dass in dieser Einrichtung durch Urlaubszeiten in der Verwaltung und andere günstige Umstände noch nicht alle Plätze vergeben waren und wir dann recht zeitig einen Anmeldetermin bekommen haben.

Und: es ist von allen besuchten Kindergärten sogar noch der schönste – zumindest in unseren Augen. Sehr helle, offene Räume. Sehr nette und vor allem souveräne Mitarbeiter. Die Fachkompetenz werden wir dann nach dem Sommer sicherlich besser beurteilen können. Das pädagogische Konzept sagte uns sehr zu und die Einbeziehung der Kinder in den Alltag fanden wir auch gelungen. Wir sind schon sehr gespannt, wie Leon sich dort zurechtfinden wird. Bei unserem Besuch haben wir ihn jedenfalls kaum von dort wegbekommen 😉

Wir haben am gleichen Tag noch zugesagt und sind nun extrem glücklich. Auch, wenn wir einen etwas längeren Fahrtweg in Kauf nehmen müssen.

Generelle Gedanken zum Thema

  • Bei dem Bewerbungsspiel um Kindergartenplätze gibt es keine Gewinner:
    • Die Eltern müssen ihre Kinder an vielen Kindergärten anmelden, um eine Chance zu haben, auch einen Platz zu bekommen.
    • Das Jugendamt muss sich mit Rechtsanspruch-Stellern herumschlagen und produziert damit unnötigen Verwaltungsaufwand.
    • Die Verwaltungen der Kindergärten müssen übermäßig viele Anmeldungen in Kauf nehmen, weil die Eltern sich an vielen verschiedenen Kindergärten anmelden
  • Wieso gibt es also keine “ZVS” wie bei den Schulen und den Universitäten. Dort könnte das alles zentral geregelt werden und es gäbe weniger Frustration an allen Stellen.
  • Die Bekannte einer Freundin hatte sieben Anmeldungen abgeschickt und fünf Zusagen bekommen. Natürlich kann sie nur einen Platz gebrauchen und auf die anderen Plätze gab es natürlich zig Wartende. Aber auf die Idee, bei den vier Kindergärten, die sie nicht möchte, abzusagen, ist sie erst einmal nicht gekommen. Sehr schade, besonders, weil auch die eigene Freundin noch keinen Platz hatte. Ich verstehe sowas nicht… Nach mir die Sintflut oder was?

* Die Kita Namen habe ich aus datenschutzrechtlichen Gründen mal außen vor gelassen. Ich hoffe, man kann den Artikel trotzdem flüssig lesen.

Woche 36 von 52 | quicklinks

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Check the vibes, dudes and dudettes:

Produktivität / Arbeitsorganisation

Webdesign / Programmieren

Politik

  • Der Wahlkampf in den Kommunen ist zwar erst einmal vorbei. Aber lokale Themen sind doch immer interessant. Im Vorfeld der Kommunalwahl hat WDR2 eine Serie gestartet, in der außergewöhnliche Konzepte der Kommunen vorgestellt wurden. Hier sind nochmal alle Artikel zusammengefasst. Auf jeden Fall geht in NRW mehr ab, als man so denkt (natürlich geht auch immer noch jede Menge schief … )
    http://wdrblog.de/klaeuser/archives/2009/08/meine_personlic.html

Raumdesign

Fun Stuff

Woche 31 von 52 [diesmal richtige woche ;-)] | quicklinks

Foto 22

Ich hatte mich doch tatsächlich am Anfang bei den Kalenderwochen verzählt. Aber keiner sagt was. Pfffff…. 😉 Dann kommt jetzt aber mal die richtige, oder?

Projektmanagement

Design/Webdesign

Science/Culture

Fun Stuff

Immer noch Finanzkrise – ein Erklärungsversuch bei der ZEIT

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Auch, wenn die Finanzkrise mittlerweile ein wenig in den Hintergrund der Berichterstattung zu rücken scheint, wollte ich euch diesen interessanten Hintergrundartikel der ZEIT online nicht vorenthalten.

Hier wird versucht zu erklären, wie das Geld umverteilt wird. Denn ein echtes “Verbrennen” gibt es ja nicht. Das Geld hat nur jemand Anderes…

Der Artikel ist schon etwas älter und ich weiss nicht, inwieweit er aktualisiert wurde. Aber ich fand die Zusammenhänge schon recht interessant dargestellt. Vielleicht gefällt er euch ja auch.

Die ZEIT online: Wo steckt das Geld?

Gaza / Sderot – Das Leben trotz allem

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Gaza / Sderot ist ein wundervolles Projekt von Arte.tv. Es ist schon viel darüber berichtet worden und ich finde zurecht. Die Umsetzung ist gelungen, das Projekt verfolgt ein heeres Ziel und der Ansatz zeigt eine reelle Alternative zum täglichen Medienmischmasch.

Aus der Beschreibung des Projekts:

“Dieses Projekt berichtet vom Leben so wie es von den Männern, Frauen und Kindern in Gaza (Palästina) und Sderot (Israel) erlebt wird; von ihrem täglichen Leben und Überleben. Trotz schwerer Lebensbedingungen, der Gefahr von Luftangriffen und Raketenschüssen hören diese Menschen nicht auf zu arbeiten, zu lieben und zu träumen. Zu leben – trotz allem.”

Ich finde auch die Gestaltung der Website im Split-Screen Look extrem gelungen. Das Design hebt sich auch von vielen Seiten im Internet ab und holt den Besucher deswegen auch schnell aus seinem Alltag heraus. Damit kann man sich dann besser auf die Inhalte konzentrieren. 

Mir bleibt nur zu sagen: Gewalt ist keine Lösung! Langfristig gibt es im Krieg keine Gewinner! Cut the crap!

The Universal Declaration of Human Rights

Definitiv eine wichtige Sache! Habe ich zwar schon letztes Jahr im Dezember im Basic Thinking Blog gesehen, aber an solche Projekte wie die Menschenrechte sollte man in regelmäßigen Abständen immer wieder erinnert werden. Ansonsten passiert sowas wie Guantanamo oder ähnliches… What can I say?

Engagiert ihr euch für die Durchsetzung der Menschenrechte? Seid ihr in einer Organisation? Spendet ihr für eine Organisation? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

OK43 stellt Betrieb ein – kein Fernsehen für Essen mehr

 

ok43

Der Offene Kanal Essen e. V. stellt zum 31.12.2008, 24 Uhr den Betrieb ein.

Ich gebe zu, meistens habe ich das Programm des Offenen Kanals belächelt und nach der Postleitzahlen-Reform passte auch das “43” irgendwie nicht mehr recht in die “Neue Weltordnung”.

Aber als Projekt für das lokale Bürgerfernsehen fand ich den Sender doch ideologisch immer sehr spannend und fand es wichtig, dass die Menschen in Essen die Möglichkeit hatten, mit dem Medium zu experimentieren.

Natürlich gibt es mittlerweile andere Möglichkeiten, sich dem Thema Video und Audio zu nähern. Jeder handelsübliche Computer mit einer Webcam macht den Bürger heutzutage zum rasenden Reporter und auf den diversen Videoplattformen kann auch jeder seinen eigenen Kanal betreiben. Aber es geht doch eine Ära zu Ende und das finde ich grundsätzlich schon schade.

Angesichts der Umbrüche im TV Markt kann man aber auch irgendwie nachvollziehen, dass die Landesmedienanstalt sich auf andere Dinge konzentriert und für die lokalen Projekte keine Gelder mehr lockermachen möchte. Schade.

Was denkt ihr über das Ende des Offenen Kanals?

“Ich polier 2009 die Fresse”

fireworks
Foto von Thorsten Wiedemann auf sxc.hu

Auch, wenn ich wesentlich optimistischer in die Zukunft schaue als Harald Martenstein,finde ich die aktuelle Glosse des ZEIT Magazins doch höchst unterhaltsam. Wir brauchen mehr von diesem Kampfgeist, denn dann wird 2009 sicherlich nicht so mies wie er es beschreibt.

“Charakterlich ist 2009 der letzte Dreck”

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und hoffe, dass wir uns alle gesund in 2009 wiederlesen!

Haut rein!

Die besten Fotos von Barack Obama

Und weiter geht es mit netten Foto-Links: Bei boston.com gibt es sehr viele, sehr gute Obama-Fotos, die ihn teilweise sehr persönlich zeigen. Auch die Realität des Wahlkampfs und des ständigen Unterwegs-Seins werden meiner Meinung nach ziemlich beeindruckend eingefangen.

Was denkt ihr? Was ist euer Lieblingsbild? Eure Meinung am besten per Kommentar mit einem Hinweis auf die Bildnummer oder Bildunterschrift.

Südafrikanischer Politiker zu schwer für seinen Stuhl – live im TV

Nhlanhla Nene hat es bei einem Fernsehinterview nicht auf seinem Stuhl gehalten. Bzw. der Stuhl hat ihn nicht gehalten 😉 An seinem Gewicht soll es aber nicht gelegen haben, denn er säße öfter auf solchen Stühlen ohne dass sie zusammenbrechen…

Via Basic Thinking

SABC ist übrigens der größte südafrikanische Fernsehsender. Ich habe eine Repräsentantin des Senders für meine Magisterarbeit befragt. Die haben normalerweise gute Stühle 😉

Mehr Reis für die Welt – spende durch Spielen!

Auf der Website Free Rice kann man seine Englischkenntnisse auf die Probe stellen, dadurch besser Englisch lernen und obendrein noch etwas Gutes für die Menschen in Entwicklungsländern tun! Was für eine Kombination!

Ihr tut etwas für euch während ihr gleichzeitig etwas für andere tut. Ich finde die Idee sehr cool. Geht doch ab und zu mal dort spielen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn der Reis in der Schale mehr wird!

Tolle Porträt-Fotografie: Tom Stone

Basti hat mich auf den Fotografen Tom Stone gebracht. Der macht wirklich gelungene Porträt-Aufnahmen. Und zwar meistens von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Dabei entstehen sehr ausdrucksstarke Bilder, die einem einen tiefen Einblick in die Seele der Menschen zu gewähren scheinen. Ich sage bewusst scheinen, denn auf einem einzelnen Foto ist das wohl nicht wirklich möglich. Jedoch hat man den Eindruck, dass man ganz nah bei der Person ist. Wirklich beeindruckend

Ähnliche Fotos macht zum Beispiel auch Christoph Kniel in einigen seiner sozialen Projekte. Leider hat er dazu noch nichts online. Vielleicht schaut ihr trotzdem mal auf seiner Seite vorbei…